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Neuigkeiten

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Universitätsweiter Tag der Forschung 2026

„Publish or Perish?“ – Wissenschaft zwischen Publikationsdruck, KI und guter wissenschaftlicher Praxis

Wie wollen wir heute und in Zukunft forschen? Wie verändert Künstliche Intelligenz wissenschaftliches Arbeiten – und wie gelingt Forschung unter zunehmendem Publikationsdruck, ohne die Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis aus dem Blick zu verlieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der vierte universitätsweite Tag der Forschung an der UW/H am 24. September. Ausgerichtet wurde der Tag von Prof. Dr. Petra Thürmann, Vizepräsidentin für Forschung, Prof. Dr. Renate Buschmann, Akademische Direktorin WittenLab. Studium fundamentale Zukunftslabor, Prof. Dr. Thomas Clauß, Prodekan für Forschung der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft, und Prof. Dr. Florian Kreppel, Prodekan für Forschung der Fakultät für Gesundheit.

Unter dem Leitmotiv „Publish or Perish? Wissenschaftliche Integrität im Zeitalter von Publikationsdruck und KI“ kamen 140 Forschende, Promovierende, Studierende und Mitarbeitende aus unterschiedlichen Fakultäten und Disziplinen zusammen. Der Tag bot dabei nicht nur Raum, um eigene Forschung vorzustellen, sondern vor allem Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Perspektiven zu wechseln und neue Fragen entstehen zu lassen.

Science Slams, Videos und Poster geben Einblicke in die Forschung

Den Auftakt machten acht Science Slams, bei denen die Vielfalt der Forschung an der UW/H in kurzer und unterhaltsamer Form sichtbar wurde. Anschließend gaben Videos von Forschenden weitere Einblicke in aktuelle Projekte und Fragestellungen. Spätestens bei der Posterbegehung wurde deutlich, wie breit das Forschungsspektrum an der Universität ist: Die Beiträge luden zum Nachfragen, Diskutieren und Vernetzen ein – über Fach- und Fakultätsgrenzen hinweg.

Workshops vertiefen zentrale Fragen

In den anschließenden Workshops wurde das Tagungsthema aus unterschiedlichen Perspektiven vertieft. Prof. Jan Postberg und Prof. Thomas Clauß diskutierten die Auswirkungen von „Publish or Perish“, insbesondere vor dem Hintergrund von KI, der wachsenden Zahl wissenschaftlicher Zeitschriften und Predatory Journals. Dr. Alina Tausch widmete sich der Frage, wie KI Forschungsarbeit kreativ unterstützen und dabei helfen kann, neue Ideen, Forschungsfragen und Forschungsdesigns zu entwickeln. Prof. Florian Kreppel und Prof. Petra Thürmann nahmen insbesondere die Perspektive (zukünftiger) Promovierender in den Blick und sprachen über gute wissenschaftliche Praxis, methodische Grundlagen und Betreuungsverhältnisse.

Auszeichnungen für herausragende Forschungsbeiträge

Ein besonderes Highlight des Tages waren die Preisverleihungen. Im Rahmen der Posterpräsentationen wurden drei Beiträge ausgezeichnet:

  • 1. Posterpreis (300 Euro): Mariam Ullah – „Alte Medikamente, neue Chancen gegen resistente Keime – ein systematisches Review“
  • 2. Posterpreis (200 Euro): Vivienne Ogasa – „Exploring Cell Fusion in Breast Cancer and Melanoma through Functional and Transcriptomic Analysis“
  • 3. Posterpreis (100 Euro): Alexandra Kayser – „Machbarkeit einer geschlechts- und gendersensiblen hausärztlichen Intervention für Patientinnen mit chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen und Langzeit-Opioidtherapie (GESCO)“

Auch der beste Science Slam wurde mit einem Preis in Höhe von 300 Euro ausgezeichnet und ging an Dr. Carolin Müller für ihren Beitrag „Out of Sync: Wie Zeit unsere Zusammenarbeit sabotiert“.

Die Preisgelder würdigten damit sowohl die wissenschaftliche Qualität der Beiträge als auch die Fähigkeit, Forschung verständlich und ansprechend zu vermitteln.

Der Tag der Forschung hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig und vielfältig Forschung an der UW/H ist. Vor allem aber wurde deutlich: Wissenschaft lebt vom Austausch – von unterschiedlichen Perspektiven, kritischen Fragen und dem Mut, auch über die Grenzen des eigenen Fachgebiets hinauszudenken. Genau dafür bot der universitätsweite Tag der Forschung erneut eine inspirierende Plattform.