Lehren & Forschen
an der UW/H
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Transformation des Lehr- und Lernkonzepts

Die Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft arbeitet an einer systematischen Weiterentwicklung der Wittener Didaktik im Zeitalter von künstlicher Intelligenz, Transformation und veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes. Ausgangspunkt sind Erfahrungen und Ansätze, die das Studium an der UW/H seit Langem prägen: der Anspruch, das eigene Studium selbst zu unternehmen, die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die Verbindung von Fachstudium und Persönlichkeitsbildung.
Worum geht es?
Im Zentrum steht die Frage: Wie können Studierende stärker als bisher die Erfahrung machen, dass sie gesellschaftliche und unternehmerische Herausforderungen tatsächlich mitgestalten können? Und wie können sie darauf vorbereitet werden, das in einer immer komplexer werdenden Gesellschaft auch erfolgreich zu tun?
Das Vorhaben umfasst drei Dimensionen:
- Weiterentwicklung der bestehenden Studiengänge: schrittweise Integration neuer Lehr- und Lernformate in unsere Bachelor- und Masterstudiengänge
- Entwicklung eines Modellstudiengangs: perspektivische Konzeption eines neuen Studiengangs "Leadership & Transformation", der die Kernprinzipien des weiterentwickelten Lernkonzepts von Grund auf umsetzt
- Profilschärfung der Fakultät als Lernort der Zukunft: Betonung des besonderen Lehr- und Lernkonzepts und der dazugehörigen Formate in der Außendarstellung der Fakultät, um die Attraktivität für potenzielle Studierende zu erhöhen und die Studierendenzahlen signifikant zu steigern
Warum diese Weiterentwicklung?
Erstens verändert künstliche Intelligenz die Anforderungen an Hochschulbildung grundlegend. Wenn Fachwissen jederzeit abrufbar wird und Routinetätigkeiten zunehmend auf KI-Agenten verlagert werden können, verschiebt sich der Schwerpunkt akademischer Ausbildung hin zu Forscher- und Unternehmergeist, Urteilskraft, Anwendungskompetenz und der Fähigkeit, in unklaren Situationen handlungsfähig zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen.
Zweitens zeigen die Lernforschung und die Erfahrung mit projektbasierten Formaten an der Fakultät, dass Studierende dann am nachhaltigsten lernen, wenn sie an realen Fragestellungen arbeiten und dabei Selbstwirksamkeit erfahren.
Drittens unterstreicht das Transformationsprojekt die Marke UW/H und den Anspruch, Modelluniversität zu sein, neue Ansätze zu erproben und neue Lernkonzepte modellhaft für andere Hochschulen aufzubereiten, um so die Hochschulbildung in Deutschland weiterzuentwickeln.
Was ist das Ziel?
Die Studierenden entwickeln ein persönliches, gesellschaftlich relevantes Anliegen – ihre Mission. Um diese Mission herum entsteht ein individueller, wissenschaftlich fundierter Lernweg, begleitet durch Coaching, systemische Perspektiven und projektbasiertes Arbeiten. Die Fachgebiete Management, Ökonomik, Politik, Recht, Philosophie und Psychologie werden systemisch miteinander verbunden und durch ein darauf abgestimmtes Methoden- und Fachcurriculum ergänzt. Damit verbindet das weiterentwickelte Lernkonzept die bewährten Stärken der Fakultät mit einer klareren Ausrichtung auf:
- Projektbasiertem und forschendem Lernen: Studierende arbeiten an gesellschaftlichen und unternehmerischen Fragestellungen – in Kooperation mit Praxispartnern aus dem Netzwerk der UW/H (WIFU, ZNU, RMI, [tra:ce], Gesundheitseinrichtungen, Alumni-Unternehmen u. a.) und/oder in Forschungsprojekten.
- Individuellen Lernwegen: Studierende entwickeln ihr persönliches Profil, das Fachwissen, Methodenkompetenz, Future Skills und ein unternehmerisches Mindset verbindet.
- Selbstwirksamkeitserfahrung: Die Überzeugung, Herausforderungen bewältigen zu können, entsteht durch konkrete Projekterfolge und Erfolgserlebnisse.
- Verantwortungsvoller KI-Nutzung: KI-Werkzeuge werden in Lern-, Forschungs- und Arbeitsprozesse integriert, verbunden mit kritischer Reflexion.
Aktueller Stand
Derzeit arbeitet die Fakultät in Arbeitsgruppen an zentralen Themen des Transformationsprozesses. Dabei geht es vorrangig um (1) berufsbegleitende Angebote, (2) Internationalisierung, (3) künstliche Intelligenz sowie (4) Ausgestaltung des Lehr- und Lernkonzepts. Über Arbeitsergebnisse und Meilensteine wird hier auf der Intranetseite und im internen Newsletter berichtet.
Ab dem Sommersemester 2026 startet eine erste "Transformationskohorte" von Studierenden, die innerhalb der bestehenden Studiengänge bereits mit neuen Formaten arbeiten und die Entwicklung des Modellstudiengangs aktiv mitgestalten.
Ansprechpartner
Manuel Dolderer koordiniert das Projekt für die Fakultät und ist Ansprechpartner für Fragen und Beteiligungsmöglichkeiten: manuel.dolderer@uni-wh.de