Placeboeffekte entstehen durch das Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Prozesse im klinischen Kontext. Dieser Vortrag veranschaulicht, wie Erwartungen, verbale Suggestionen, Behandlungsrituale und sensorische Reize die Symptomwahrnehmung in Bereichen wie Schmerz, Übelkeit und Appetit beeinflussen.
Anhand neurobiologischer, psychophysiologischer und molekularer Erkenntnisse erklärt die Referentin, wie Top-down-Erwartungsprozesse mit autonomen, hormonellen und entzündlichen Signalwegen interagieren. Die Ergebnisse stützen ein multidimensionales Modell kontextbezogener Heilung, das verdeutlicht, wie kognitiv bedeutende Überzeugung in symptomatische und biologische Veränderungen umgesetzt wird. Die Teilnehmenden erwartet eine Diskussion zu den damit einhergehenden Implikationen für eine evidenzbasierte, kontextsensitive klinische Praxis.
Zu Gast ist Prof. Dr. Karin Meißner, Professur für Integrative Medizin in der Gesundheitsförderung an der Hochschule Coburg.
Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Die Teilnahme ist kostenlos und sowohl online als auch in Präsenz möglich. Die Online-Teilnahme erfolgt über Zoom.