Neuigkeiten
an der UW/H
Neuigkeiten
an der UW/H
Sie sind hier:
Tag der Forschung der Fakultät für Gesundheit 2026
20 Jahre Forschung, Austausch und Zukunftsideen

Beim Tag der Forschung der Fakultät für Gesundheit verwandelte sich die UW/H in einen lebendigen Marktplatz der Ideen – und das bereits zum 20. Mal! Wissenschaftler:innen, Nachwuchsforschende, Studierende und Praxispartner kamen zusammen und tauschten sich zu vielfältigen Themen aus.
Nach der herzlichen Begrüßung durch Prof. Dr. Petra Thürmann, Vizepräsidentin für Forschung an der UW/H, führte Prof. Dr. Florian Kreppel, Prodekan für Forschung der Fakultät für Gesundheit, durch das abwechslungsreiche Programm. Mit sicherem Gespür verband er die einzelnen Programmpunkte miteinander und machte immer wieder den roten Faden sichtbar: Forschung an der UW/H ist interdisziplinär, praxisnah und lebt vom Dialog.
Forschung in ihrer ganzen Bandbreite
Wie vielfältig Forschung an der Fakultät für Gesundheit ist, zeigte sich im Verlauf des Tages in unterschiedlichen Formaten.
So präsentierten die Wissenschaftler:innen in den Plenarsitzungen aktuelle Projekte aus der Gesundheitsforschung. Die Kurzvorträge verdeutlichten die Bandbreite der Themen, Methoden und Perspektiven – von klinischen Fragestellungen über psychosoziale Aspekte bis hin zu innovativen Versorgungsansätzen.
Ergänzt wurde das Programm durch die Thesis Corner, die erneut zu den Höhepunkten des Vormittags zählte. Junge Wissenschaftler:innen kamen hier direkt mit dem Publikum ins Gespräch, stellten ihre Forschungsprojekte in Posterform vor und nahmen wertvolles Feedback mit. Die anschließende Abstimmung sowie der Vortrag der Gewinnerin Loreen Scholleck („Repurposing farnesyltransferase inhibitors as host-protective agents in a Caenorhabditis elegans infection model“) machten deutlich: Wissenschaft lebt von verständlicher Kommunikation.
Auch die Posterpräsentationen boten Raum für vertieften fachlichen Austausch. In persönlichen Gesprächen wurden Projekte erläutert, Ideen weitergedacht und erste Anknüpfungspunkte für zukünftige Kooperationen geknüpft.
Gute Wissenschaft im Fokus
Am Nachmittag rückte das Jubiläum mit dem Programmpunkt „Eine Auswahl guter Wissenschaft“ in den Mittelpunkt. Die eingeladenen Vorträge spannten einen inhaltlich dichten und inspirierenden Bogen:
- Prof. Dr. Gisa Ellrichmann-Wilms zeigte unter dem Titel „Neugier trifft Wissenschaft“ aktuelle Projekte aus der Neurologie am Klinikum Dortmund.
- Prof. Dr. Susanne Bücker beleuchtete mit „Kein kleines Problem“ Einsamkeit in Kindheit und Jugend aus entwicklungspsychologischer Perspektive.
- Prof. Dr. Jan Postberg eröffnete faszinierende Einblicke in die molekulare Mutter-Kind-Kommunikation durch Muttermilch und die Rolle von microRNAs.
- Prof. Dr. Achim Mortsiefer und Dr. Christine Kersting präsentierten Arbeiten aus der Allgemeinmedizin und unterstrichen deren Bedeutung für die Versorgungspraxis.
Vernetzung, die wirkt
Was den Tag der Forschung besonders auszeichnete, war der konkrete Mehrwert des Austauschs. Immer wieder entstanden aus Vorträgen unmittelbare Gespräche, aus denen neue Perspektiven wuchsen. So berichtete ein Teilnehmer nach einem Vortrag zu einem spezifischen Krankheitsbild von ähnlichen Symptomen in einem anderen Kontext – ein Ausgangspunkt für weiterführende gemeinsame Überlegungen. In einem anderen Fall konnte eine Vortragende direkt Kontakt zu einer Gruppe mit akutem Unterstützungsbedarf knüpfen, die sich ideal für eine geplante Befragung eignete.
Preisverleihungen: Würdigung exzellenter Forschung
Besondere Momente waren die Preisverleihungen, mit denen herausragende wissenschaftliche Leistungen gewürdigt wurden.
Die Promotionspreise (dotiert mit je 150 Euro) erhielten:
- Promotionspreis Dr. phil. (Psychologie):
Larissa Alice Kubek
„Diagnostics of Sleep Disorders and Sleep Problems in Children and Adolescents with Life-Limiting Conditions“ - Promotionspreis PhD Pflegewissenschaften:
Mike Rommerskirch-Manietta
„Development of an instrument for assessing preferences for leisure activities of people receiving adult day services – a concept mapping“ - Promotionspreis Dr. rer. nat./PhD Biomedizin:
Julian Rembe
„Breakdown, Identification and Observations of the Micro-Environment in Acute and Chronic Wounds (Wound-BIOME Project) – Proteomic and Immunomarker Patterns“ - Promotionspreis Dr. med.:
Nora Amelie Bahlmann
„Properties of Adenovirus Vectors with Increased Affinity to Desmoglein 2 and the Potential Benefits for Oncolytic Approaches and Gene Therapy“ - Promotionspreis Dr. rer. medic.:
Tuğba Aksakal
„Bedürfnisgerechte Gestaltung der Gesundheitsversorgung durch die Berücksichtigung der Diversität von Versorgungsnutzerinnen am Beispiel der Rehabilitation“
Der Promotionspreis der Zahnmedizin (500 Euro), gestiftet von der Fördergemeinschaft für Zahnmedizin an der UW/H e. V., ging an Dr. Laura Benyei für ihre klinisch randomisierte Studie „Nicht-chirurgische Therapie von residualen Parodontaltaschen mittels Clean & Seal im Rahmen der UPT“.
Übrigens sucht die Fördergemeinschaft Zahnmedizin e. V. aktuell neue Mitglieder – ein Engagement, das die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses nachhaltig stärkt.
Der Masterpreis wurde in diesem Jahr geteilt und an zwei Preisträgerinnen vergeben (je 250 Euro), da beide Arbeiten als gleichwertig beurteilt wurden:
- Master in Psychologie
Johanna Hepp
„Mortalitätsrisiko berühmter Sängerinnen im Vergleich zu weniger berühmten Sängerinnen“ - Master in Community Health Nursing
Bettina Sommer
„Bewältigungsanforderungen eines Gestationsdiabetes im familiären Kontext aus Sicht der Partner und Angehörigen - eine qualitative Inhaltsanalyse“
Zum Abschluss des Tages wurden weitere Preise verliehen:
- Der Publikationspreis „Witten’s First“ (1.000 Euro) ging an Dr. Simon Sommer für seine Publikation „Spectrum of Clinical and Imaging Features of Children With GFAP Astrocytopathy“ (Neurology – Neuroimmunology & Neuroinflammation)
- Den Kurzvortrag-Preis (200 Euro) erhielt Johannes Mahlmann für den Vortrag „Die Auswahl von Outcomes und Messverfahren in Studien zu Digital Therapeutics“
- Der Poster-Preis (200 Euro) wurde an Christopher Kurtek für das Poster „Assessing phospholipid traffic during autophagy“ verliehen.
Beim anschließenden Ausklang mit „Soda, Wine & Cheese“ ging der Forschungstag in entspannter Atmosphäre zu Ende. Gespräche wurden fortgeführt, neue Kontakte geknüpft und Ideen für zukünftige Kooperationen gesponnen. Der Tag der Forschung 2026 zeigte eindrucksvoll, was die Fakultät für Gesundheit an der UW/H ausmacht: wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinäre Offenheit und eine gelebte Kultur des Miteinanders. Ein Jubiläum, das nicht nur zurückblickte – sondern vor allem Lust auf die nächsten 20 Jahre Forschung machte.



























