Wir alle befinden uns gegenwärtig auf einer Reise zwischen unserer Geburt und unserem Tod. So wie die heutigen Weltkulturen eine "gesunde Geburt" allgemein als ein kostbares und freudiges Ereignis betrachten, empfindet die moderne Menschheit im Allgemeinen das Gegenteil über den Tod; bis dahin, dass wir kein Konzept für einen "gesunden Tod" haben, obwohl Geburt und Tod die unvermeidlichen Anfangs- und Endereignisse dessen sind, was man als ein "gesundes Leben" betrachtet.
So wie wir es für junge Menschen als wesentlich erachten, über die Fakten und Möglichkeiten, die ihnen im Leben zur Verfügung stehen, aufgeklärt und geschult zu werden, könnten wir es auch für die älteren Menschen als wertvoll erachten, eine Aufklärung und Schulung für den Umgang mit dem Tod – und vielleicht darüber hinaus – zu erhalten. Die übliche Antwort lautet: Niemand weiß wirklich, was nach dem Tod geschieht. Und doch haben alte Mythen und moderne Religionen und Philosophien viel über die Existenz (oder Nichtexistenz) der menschlichen Seele nach dem Tod zu sagen – einige sogar über die Wiedergeburt oder Reinkarnation der Seele in einem zukünftigen Leben auf der Erde.
Die Veranstalter:innen möchten auch auf den Einfluss der modernen Medien auf imaginäre Freunde und Spiritualität in der Kindheit eingehen. Bis heute verbringen unsere westlichen Gesellschaften viel Zeit damit, Kinder auf das Leben vorzubereiten, aber sehr wenig Zeit damit, ältere Menschen auf das Leben nach dem Tod vorzubereiten.
Das 12. Wittener Kolloquium soll am 23. und 24. Juni 2023 im Neubau der Universität Witten/Herdecke stattfinden, mit einem sich anschließenden Workshop am 25. Juni am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke.
Eintrittskosten: Normalpreis 60 € / für Mitarbeiter:innen der UW/H und des GKH ermäßigt 30 €
Eintrittskarten erhältlich bei Nikola Schulze, nikola.schulze@uni-wh.de