Das Grundgesetz setzt die Spielregeln in unserem Staat. Seit 77 Jahren ist es Grundlage unserer lebendigen Demokratie. Unsere Verfassung hat sichere Leitplanken für demokratischen Streit gesetzt und sich auch in Zeiten fundamentaler Herausforderungen bewährt. Das Grundgesetz war 1949 weltweit die erste Verfassung, die individuellen Grundrechte an den Anfang stellte.
Zu seinem Geburtstag reflektieren die Teilnehmenden zusammen mit Prof. Dr. Nils Bormann (Professur für International Political Studies) und Prof. Dr. Claus Volkenandt (Professur für Kunstwissenschaft) in dieser Veranstaltung über die in dem Grundgesetz angelegten Spannungen zwischen dem demokratischen Mehrheitsprinzip und dem rechtsstaatlichen Schutz des Individuums:
- Ist der Kern der populistischen Kritik, dass Mehrheitsentscheidungen kaum gehört werden, bereits im Grundgesetz angelegt?
- Oder aber wird der im Grundgesetz versprochene Schutz von individuellen Bürger- und Menschenrechten immer weiter untergraben?
Zugleich wird der Vortrag diesen Fragen als Novum auch kunstgeschichtlich nachgehen, da die Kunst zum Grundgesetz und seinen demokratischen Möglichkeiten ebenso immer wieder Stellung bezogen hat.
Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe an der Universität Witten/Herdecke zum Ehrentag des Grundgesetzes. Im Aktionszeitraum vom 16. bis 31. Mai stellen die unterschiedlichen Formate Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt.