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Tag der Lehre 2026

Modelluniversität gemeinsam weiterdenken

Was macht die Universität Witten/Herdecke als Modelluniversität aus? Welche Vorstellungen von guter Lehre tragen uns – und wo zeigen sich Spannungen, offene Fragen oder neue Perspektiven? Diese Leitfragen haben Lehrende, Studierende und Interessierte beim 5. Tag der Lehre 2026 gemeinsam diskutiert und weiterentwickelt.

Bereits in der Begrüßung setzte Prof. Dr. Jan Ehlers, Vizepräsident für Lehre und Lernen, einen nachdenklichen Impuls: „Wenn wir unser Modell so gut gemacht haben, dass andere es kopieren, wo bewegen wir uns dann hin? Modellhaftigkeit ist nie abgeschlossen.“ Damit war der Rahmen für einen Tag gesetzt, der nicht nur Erfolge würdigte, sondern auch zur kritischen Reflexion einlud.

Auszeichnungen für innovative Lehre und nachhaltige Entwicklung

Den Auftakt bildeten die Verleihungen des Lehrpreises für innovative und herausragende Lehre sowie der Lehrpreise für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Insgesamt waren 60 Lehrende für den Lehrpreis nominiert und es gab elf Einreichungen für den BNE-Preis. Der PPÖ- und Management-Student Moritz Ehrenreich hat die Preisverleihung moderiert und hervorgehoben, dass die oft geäußerte Wahrnehmung „früher war alles besser“ durch die Vielzahl aktueller innovativer Lehrprojekte klar widerlegt werde.

Der Lehrpreis für innovative und herausragende Lehre ging an Lennart Hein, Assistenzarzt an der Kinderklinik des Klinikums Dortmund. Er wurde für sein besonderes Engagement in der klinisch-praktischen Ausbildung in der Pädiatrie ausgezeichnet. Durch eine praxisnahe und intensive Betreuung im Skill Lab und im Untersuchungskurs ermöglicht er Studierenden frühzeitig eigene klinische Erfahrungen und stärkt gezielt ihre fachliche und kommunikative Handlungssicherheit.

Die Lehrpreise für Bildung für nachhaltige Entwicklung würdigten mehrere Projekte:

  • In der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft wurde das „[tra:ce] Wuppertal Research Seminar“ von Prof. Dr. Joscha Wullweber und Dr. Sonja Knobbe ausgezeichnet. Die Lehrveranstaltung bindet Studierende in reale Forschungsprojekte zu globalen Klimastrategien und Energietransformationen ein und fördert nachhaltigkeitsbezogene Handlungskompetenzen.
  • In der Fakultät für Gesundheit erhielt Prof. Dr. Jan Philipp Röer, Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie, die Auszeichnung für die Veranstaltung „Make it a better place: Kleine Anstöße für unseren Campus“. Auf Basis der Nudge-Theorie entwickeln Studierende konkrete Ansätze für nachhaltige Verhaltensänderungen im Alltag.
  • Im Studium fundamentale wurde Manfred Fiedler, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juniorprofessur für Innovative und Digitale Lehr- und Lernformen in der multiprofessionellen Gesundheitsversorgung, für das Seminar „Perspektiverweiterung auf Klima und Gesundheit durch Outdoor Education“ ausgezeichnet. Das Konzept nutzt erfahrungsbasiertes Lernen, um Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheit direkt verständlich zu machen.

Drei Preisträger stellten ihre Projekte digital oder vor Ort vor und gaben Einblicke in ihre Lehrkonzepte.

Dialog statt Podium: Perspektiven auf gute Lehre

Im anschließenden Gesprächsforum kamen Vertreter aus der Fakultät für Wirtschaft und Gesellschaft, der Fakultät für Gesundheit sowie dem WittenLab. Zukunftslabor Studium fundamentale zusammen. Moderiert wurde das Format von Jan Smetana, Referent für Hochschuldidaktik, der zugleich den gesamten Tag der Lehre konzipiert und organisiert hat. Das Format setzte bewusst auf Dialog statt klassischer Podiumsdiskussion: Unterschiedliche Perspektiven wurden sichtbar gemacht und Studierende wie Lehrende waren eingeladen, sich aktiv einzubringen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

Barcamp: Raum für Austausch und neue Ideen

Am Nachmittag öffnete ein Barcamp den Raum für eigeninitiierte Themen. Ohne festes Programm, dafür mit umso mehr Engagement, gestalteten die Teilnehmenden den Austausch selbst. Fragen, Erfahrungen und Ideen rund um Lehre und die Weiterentwicklung der Modelluniversität wurden in kleinen Gruppen diskutiert.

Gemeinsamer Blick nach vorn

Zum Abschluss wurden zentrale Eindrücke des Tages zusammengetragen: Was nehmen wir mit? Welche Fragen bleiben offen? Und welche Impulse können die Lehre an der UW/H künftig prägen?

Der Tag der Lehre 2026 hat einmal mehr gezeigt: Die Modelluniversität ist kein fertiges Konzept, sondern ein fortlaufender Prozess – getragen von der Bereitschaft, Lehre gemeinsam zu reflektieren, weiterzudenken und aktiv zu gestalten.