UW/H auf der DGAUM-Tagung vertreten
Wie lässt sich Lehre in der Umweltmedizin noch gezielter, nachhaltiger und wirkungsvoller gestalten? Mit dieser Frage hat sich ein Team der Universität Witten/Herdecke auf der 66. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) in München beschäftigt – und dabei einen innovativen Ansatz vorgestellt.
Dr. Jörg Reißenweber und Dr. Michaela Stratmann aus dem Department für Humanmedizin präsentierten am 20. März 2026 der Arbeitsgruppe Lehre ihren Beitrag mit dem Titel: „Lernzielbasierte Curriculumsanalyse: Mapping des Progress Test Umweltmedizin auf Kompetenzen der Planetaren Gesundheit“.
Im Zentrum steht eine klare Idee: Lehre soll sich noch stärker daran orientieren, was Studierende tatsächlich können – und wo noch Entwicklungspotenzial liegt. Der neue Ansatz setzt genau hier an, indem er gezielt Wissens- und Kompetenzlücken in einzelnen umweltmedizinischen Themenfeldern sichtbar macht. Diese Erkenntnisse dienen als Grundlage, um die Lehre im Querschnittsbereich 06 „Klinische Umweltmedizin“ systematisch weiterzuentwickeln.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Abgleich von Lernfortschritten mit den Kompetenzen der Planetaren Gesundheit. Grundlage ist der Zusatzkatalog des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin (NKLM 2.0). So entsteht ein modernes, kompetenzorientiertes Lehrkonzept, das aktuelle Herausforderungen an der Schnittstelle von Gesundheit und Umwelt gezielt aufgreift.
An dem Projekt beteiligt sind außerdem Prof. Dr. Frauke Mattner sowie Privatdozent Dr. Andreas Wendel aus dem Bereich Hygiene, Umweltmedizin und Infektionsprävention der Universität Witten/Herdecke.
Mit dem vorgestellten Ansatz setzt die UW/H ein starkes Zeichen für eine zukunftsorientierte und evidenzbasierte Weiterentwicklung der medizinischen Lehre.
Weiterführende Informationen
Lehrstuhl für Hygiene und Umweltmedizin

