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Neuigkeiten

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StudierendenGesellschaft vergibt Awards 2026

Würdigung für besondere Leistungen an der UW/H

Die StudierendenGesellschaft hat auch in diesem Jahr besonderes Engagement an der UW/H ausgezeichnet. Mit dem Peter Bartholmes Teaching Award, dem Jörg Högen Student Award und dem Alumni Award werden herausragende Projekte von Studierenden, Absolvent:innen, Lehrenden und Forschenden sichtbar gemacht und gefördert. Dotiert sind die Preise mit jeweils 1.000 €.

Vorschläge konnten aus der gesamten Universität eingereicht werden, ebenso waren Eigenbewerbungen möglich. Die Entscheidung über die Preisträger:innen traf eine unabhängige Jury bestehend aus Studierenden, einem Alumnus und einem Lehrenden: Carlotta Hocke, Frederic von Bernstorff, Lisa Kaupert, Ingmar Lampson und Prof. Dr. Thomas Ostermann.

Die Preisverleihung fand beim SG-Jubiläum x Alumnitreffen statt.

Peter Bartholmes Teaching Award

Für sein Engagement im Longitudinal Integrated Clerkship (LIC) wurde Priv.-Doz. Dr. med. Christian Scheffer mit dem Peter BartholmesTeaching Award ausgezeichnet. Das gemeinsam mit der Harvard University entwickelte Ausbildungsmodell verbindet Theorie und Praxis im klinischen Studium auf neue Weise: Studierende begleiten Patient:innen langfristig, gestalten ihr Curriculum und werden früh zu Mitwirkenden im Gesundheitssystem.

Die Jury würdigte insbesondere Scheffers Visionskraft, seine Offenheit für studentische Perspektiven und seine Fähigkeit, Räume für Selbstwirksamkeit zu schaffen. Viele Studierende beschreiben ihn als jemanden, der „das Träumen nicht verlernt hat“. Mit Projekten wie dem LIC, der ersten PJ-geleiteten Krankenhausstation oder dem IBAM prägt er die Bildungsinnovation an der UW/H seit vielen Jahren entscheidend mit. Mittlerweile strahlt das LIC-Projekt weit über Witten hinaus und wird international vorgestellt.

Jörg Högen Student Award

Mit ihrem Einsatz für den Verein Obulamu e. V. (Krankenhausprojekt in Masaka/Uganda) wurde Amra Novatschkova für außergewöhnliches studentisches Engagement ausgezeichnet. Gemeinsam mit lokalen Ärzt:innen, Hebammen, Pfleger:innen und Unternehmen arbeitet sie am Aufbau eines Community Based Hospitals in Masaka/Uganda.

Durch zahlreiche Praktika und enge persönliche Beziehungen vor Ort gewann sie tiefe Einblicke in die Gesundheitsversorgung der Region. Aus dem Wunsch heraus, langfristig etwas zu verändern, entstand die Vision eines Krankenhauses, das gemeinsam mit der lokalen Community entwickelt wird und dauerhaft unabhängig bestehen kann. Neben medizinischer Versorgung sollen auch Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme aufgebaut werden. Besonders beeindruckte die Jury ihr persönlicher Einsatz: Die ersten Grundstücke für das Projekt finanzierte sie mit privaten Mitteln.

Alumni Award

Mit der Bürgergenossenschaft „grüne Aue Hermaringen eG“, erste gemeinnützige Gesundheitsgenossenschaft Deutschlands, haben Dr. med. Anne-Gritli Göbel-Wirth und Dr. med. Sebastian Göbel ein bundesweit beachtetes Modell für die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum geschaffen. In der schwäbischen Gemeinde Hermaringen entwickelte das Ehepaar gemeinsam mit Kommune und Bürger:innen ein Gesundheitsprojekt, das medizinische Versorgung, Gesundheitsbildung und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet.

Die mittlerweile mehr als 500 Mitglieder starke Genossenschaft ermöglicht Ärzt:innen mehr Zeit für eine bedarfsgerechte und beziehungsorientierte Versorgung. Gleichzeitig übernehmen die Mitglieder selbst Verantwortung für Gesundheit und Prävention. Die Jury hob besonders hervor, wie fachliche Exzellenz und Menschlichkeit in dem Projekt zusammengedacht werden. Mit ihrem Engagement schaffen die Preisträger:innen ein Modell, das weit über Hermaringen hinaus Impulse für Gesundheits- und Demokratiekompetenz setzt.