Resümee nach einem Jahr ZNU-Managementzyklus
Seit einem Jahr ist die UW/H nach dem „ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften“ zertifiziert. Jetzt haben wir das erste Überwachungsaudit bestanden und freuen uns über die Fortschritte, die in kurzer Zeit bereits sichtbar wurden.
Was bedeutet die Zertifizierung für uns als Universität?
Mit dem ZNU-Standard verpflichten wir uns zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. Damit einher geht ein internes Managementsystem, mit dem wir für die UW/H wesentliche Themen im Bereich Nachhaltigkeit (Umwelt, Wirtschaft und Soziales) voranbringen und darüber berichten.
Welche Themen sind das?
Die Themen haben die Universitätsleitung, Führungskräfte aus Wissenschaft und Administration, Studierende und Mitglieder weiterer relevanter Gruppen in Workshops im Vorfeld der Zertifizierung erarbeitet. Dazu zählen u. a. Qualität der Lehre, Qualität der Forschung, Bildung und Lernprozess der Mitarbeitenden, Veränderungsbereitschaft, Gesundheit der Mitarbeitenden und Studierenden, Dialogkultur, Finanzen, Daten, Innovation und Klimaschutz.
Diese wesentlichen Themen der UW/H bilden den Ausgangspunkt für die Ziele und Maßnahmen, die die Verantwortlichen der verschiedenen Abteilungen in Absprache mit der Vernetzungsstelle Nachhaltigkeit definiert haben.
Wie werden die definierten Themen konkret umgesetzt?
Die beteiligten Bereiche setzen ihre Maßnahmen Schritt für Schritt um. Jährlich findet ein Monitoring-Gespräch statt, um die Kennzahlen zu den Zielen zu ermitteln und über mögliche Hürden bei der Zielerreichung zu sprechen, Ziele zu kalibrieren bzw. neu zu definieren. Die Gespräche erfolgen im Vorlauf für das jährlich vom TÜV Rheinland durchgeführte Audit. Damit ergibt sich ein jährlicher Managementzyklus mit den Phasen: planen, handeln, messen, berichten, der die Zusammenarbeit strukturiert.
Einige Beispiele für Maßnahmen:
- Die Vizepräsidentin für Forschung arbeitet gemeinsam mit den Prodekanen für Forschung an der Einführung einer Nachhaltigkeitscheckliste für Forschungsvorhaben.
- Die Personalabteilung will eine digitale Schulungsplattform einführen, um universitätsweit z. B. Schulungen zu den Themen Datenschutz und IT-Sicherheit anzubieten. Es ist geplant, hiermit noch im zweiten Halbjahr 2026 zu starten.
- Die Teilnahme an Weiterbildungsangeboten wie Führungskräfte-Trainings, Didaktik-Workshops, Gesundheitsangeboten und Nachhaltigkeitsschulungen wird erhoben und Ideen zur weiteren Förderung werden entwickelt.
- Treibhausgasemissionen werden durch diverse Maßnahmen des Facility Managements gesenkt, z. B. kann durch die Umrüstung auf eine dezentrale Warmwasserversorgung im Campusgebäude der Heizkessel im Sommer komplett abgestellt werden.
Die Umsetzung der Vorgaben des ZNU-Standards bedeutet damit zwar einen punktuellen Mehraufwand für alle Beteiligten. Gleichzeitig macht die kompakte, jährliche Berichterstattung die Entwicklungen und Erfolge sichtbar, die sonst im laufenden Geschäft untergehen würden. Durch die externe Perspektive bringt der Auditor neue Impulse ein und bestärkt bereits vorhandene, zukunftsgerichtete Ideen in ihrer Umsetzung. Der jährliche Managementzyklus sichert den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und fördert die Vernetzung der Bereiche untereinander.
Wie geht es weiter?
Nach der Erstzertifizierung 2025 und dem Überwachungsaudit 2026 findet im nächsten Jahr ein zweites Überwachungsaudit statt. Diese sind weniger umfangreich und prüfen den Stand der Weiterentwicklung, bevor 2028 ein Rezertifizierungsaudit ansteht.
Bis dahin werden viele Ziele erreicht sein. In einem Beteiligungsprozess werden dann die wesentlichen Themen überprüft/angepasst und entsprechend neue Ziele gesetzt.
Mit der Zertifizierung nach dem ZNU-Standard und der externen Prüfung durch den TÜV Rheinland leistet die UW/H systematisch, messbar und nachhaltig einen Beitrag zur fortlaufenden Reduzierung ihres CO2-Abdrucks und übernimmt somit aktiv Verantwortung im Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels.
